Johanneswerk
Zitat Einstein

17. Wie stehen die Menschen im Umfeld zur Klinik?

Träger forensischer Kliniken müssen damit umgehen, dass Teile der Bevölkerung – insbesondere im unmittelbaren Umfeld der Klinik – dieser Aufgabe skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Hintergrund dieser Ablehnung sind in erster Linie Befürchtungen, von entwichenen bzw. entlassenen Patienten könnten weitere schwere Straftaten ausgehen.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Zahl von Entweichungen aus forensischen Kliniken des Landes in den letzten Jahren beständig zurückgegangen ist. Darüber hinaus kehren über 50 % der Entwichenen freiwillig in die Einrichtung zurück oder melden sich bei der Polizei.

Auch die Häufigkeit des Lockerungsmissbrauchs ist in den letzten Jahren stark rückläufig. Ein Lockerungsmissbrauch liegt bereits vor bei einer Verspätung von 15 Minuten oder bei einer Abweichung von der vorgegebenen Route zur Arbeitsstelle. In einer bundesweiten Erhebung im Maßregelvollzug nach § 64 zeigte sich, dass bei mehr als 90 % der Patienten kein Lockerungsmissbrauch vorkommt.

Unbestreitbar ist jedoch, dass von (ehemaligen) Maßregelvollzugspatienten eine Gefährdung der Bevölkerung ausgehen kann. Eine absolute Sicherheit der Bevölkerung ist auch durch die beste Therapie und Sicherung nicht zu gewährleisten.

So heißt es in der Stellungnahme des Fachverbandes Behindertenhilfe in den Diakonischen Werken Westfalen und Lippe vom Januar 2001 zu Recht: „Die konkrete Arbeit mit dieser Klientel bedeutet immer Umgang mit Angst; ... Nur wenn diese Ängste sehr ernst genommen werden und gründlich unter geeigneten Rahmenbedingungen bearbeitet werden können, gelingt langfristig die Integration dieser Gruppe in das bestehende Hilfesystem.“

Ein wichtiges Bindeglied zwischen der forensischen Klinik und der Öffentlichkeit sind die im Maßregelvollzugsgesetz für jeden Standort vorgesehenen Beiräte. In die Beiratsarbeit werden gesellschaftlich relevante Gruppen und Institutionen eingebunden. Der Beirat berät die Klinik in konzeptionellen und organisatorischen Fragen.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, auch in der allgemeinen Öffentlichkeit – insbesondere gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die im Umfeld der Klinik leben – zu informieren und Verständnis und Akzeptanz für den Maßregelvollzug zu fördern. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem Maß-regelvollzugsbeauftragten des Landes.

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